Gleich betrete ich den Club völlig allein. Schon seit Monaten spiele ich mit dem Gedanken. Ich bin neugierig, doch keiner will mich begleiten. Ein Club, in dem es auch zu Sex kommen könnte? Nichts für meine Freundinnen. Meinem Freund kann ich nicht mal vom Gedanken erzählen, er ist ein bisschen, wie soll ich sagen, konservativ. Aber ich kann auch nicht nicht gehen. Ich muss wissen, wie es dort ist. Also betrete ich gleich den Club, völlig allein.
Die Türsteher schenken mir einen längeren Blick, ich weiß nicht, was sie denken. Schauen sie anerkennend, weil ich mich ohne Begleitung traue? Sind sie besorgt, dass ich mich übernommen haben, dass mir gar etwas passieren könnte? Oder prüfen sie nur – wie es wohl üblich ist – mein Outfit und gehen davon aus, ich werde mich schon sicherlich drinnen mit Freunden treffen?
Mein Outfit. Wochenlang habe ich recherchiert, bestellt, storniert, anprobiert, retouriert und all das vorbei an den Augen meines Freundes. Was zählte, waren nur meine Augen, meine Sicht auf mein mögliches Ich. Ich stellte mir mich selbst vor in den Latexhöschen, den Lederkleidchen, den Strapsen und Bikinis, den durchsichtigen Tops, der Idee, ganz nackt zu gehen (schnell verworfen). Als es so weit war, packte ich drei verschiedene Varianten in meine Reisetasche. Auf dem Hotelzimmer rang die Sittlichkeit mit der Abenteuerlust und ich klebte mir Sticker auf die Nippel, damit man sie unter dem halbdurchsichtigen Top nicht zu sehr sah. Die Sache langsam angehen, ich will ja nur tanzen und vielleicht ein bisschen gucken.
Die Nippelsticker geben mir Sicherheit und als ich meinen Mantel vor den Türstehern öffne, um mein Outfit zu zeigen, da steigt ein völlig fremdes Gefühl in mir hoch. Ist das Selbstbewusstsein oder Zeigefreude? Ich hatte Angst vor dem Moment, jetzt genieße ich ihn. Ich weiß, dass es gut aussieht, das wenig verhüllende Top über meinen Brüsten, die wie geboren sind für so einen Abend, eher klein, aber rund und fest mit Brustwarzen, die immer leicht nach oben stehen, weswegen ich die Aufkleber auf ihnen deutlich spüre. Dort ist Spannung. Und überall sonst auch. Das Latexhöschen scheint enger zu werden oder breite ich mich dort unten aus, warum spüre ich es so deutlich? Der Moment verstreicht, die Besichtigung ist abgeschlossen und ich darf hinein. Ich schließe meinen Mantel und betrete endlich den Club, völlig allein.
Bezahlen und Garderobe abgeben, alles ganz normal, aber dann entdecke ich, dass sich Leute in einem Nebenraum umziehen. Verstohlen werfe ich einen Blick hinein. Da sitzt ein Typ mittleren Alters und wickelt Bänder um seine Waden, ein hochbetagter Mann streift einen langen Lederrock über und zwei junge Frauen ziehen sich im Grunde einfach aus. Ich fühle mich naiv, gedacht zu haben, ich müsste im fertigen Outfit hier auftauchen, wie sollte das denn auch im tiefen Winter funktionieren?
Immerhin geht es jetzt schneller, nur den Mantel ablegen und auf ins Vergnügen. Doch ich tue mich schwer. Den Mantel etwas öffnen, das war leicht, ihn ganz abzulegen gleicht mir einem völligen Kontrollverlust. Bin ich wirklich bereit, in diesem Aufzug unter Leute zu treten, mit ihnen zu feiern? Der Mantel ist mein Schutzwall, doch die Mauer muss fallen. Es gibt kein Zurück mehr, ich muss es tun. Zügig lege ich den Mantel ab, hänge ihn auf einen Kleiderbügel und gebe ihn an die Garderobe. Die Frau, die ihn entgegennimmt, zwinkert mir zu. Hat sie mein Hadern beobachtet oder bilde ich mir das nur ein? Sie wendet sich dem Nächsten zu und ich bin wieder allein. Schlagartig bemerke ich die kühle Luft auf meiner Haut, so wenig Stoff, und noch mehr Spannung.
Keiner tastet mich ab, ich kann einfach weitergehen und komme in einen großen Raum mit Sitzgelegenheiten und einer Bar. Links davon sind weitere Räume, ich erspähe einen Pool. Ich gehe an die Bar und bestelle mir einen Drink, ein wenig Alkohol sollte helfen, locker zu werden. Die Floors sind noch nicht geöffnet, ich muss etwas Zeit überbrücken. Ich wünschte, ich wäre Raucherin, dann könnte ich mich an meiner Zigarette festhalten. Ich sehe vereinzelte einzelne Männer und dass auch sie mich sehen. Ein älterer Mann in nicht mehr als einer Unterhose sucht immer wieder Blickkontakt. Es ist nicht unangenehm, aber ich will ihn nicht ermutigen und schaue weg. Ich bin ja nur zum Tanzen hier. Und ein bisschen gucken.
Endlich öffnet sich das Rollgitter, der Weg zum Dancefloor wird freigegeben. In einer Traube aus Tanzwilligen ströme ich den Lichtern und Klängen entgegen. Ich gebe mich sofort hin, der Bass nimmt mich ein, ich pulsiere. Das mag Stunden so gehen, ich in einer anderen Dimension, allein das Höschen aus Latex hält einen Rest von mir in der Wirklichkeit, es zwickt und rutscht mir immer wieder zwischen die Schamlippen. Auch der Durst wird irgendwann zwingend. Ich unterbreche das Tanzen, vermeide die Schlange an der Bar und schöpfe mir stattdessen an den Waschbecken im Klobereich Wasser mit den Händen. Wohltuend löscht es die Dürre in mir und als ich meine feuchten Hände an den Schenkeln abwische, gehst du an mir vorbei. Noch nie habe ich einen Körper wie deinen in so wenig Stoff so nah an mir selbst erlebt. Der Lederharness hebt eher hervor, als dass er verdeckt und dein Latexhöschen muss doch auch zwicken, so eng wie es sitzt. Kurz stelle ich mir vor, wie wir uns beide von unseren Widersachern unten rum befreien und dann erschrecke ich bei diesem Gedanken, denn er beinhaltet deinen Schwanz, den ich mir riesig vorstelle, weil die enorme Wölbung das vermuten lässt. Vielleicht verschätze ich mich auch, schließlich habe ich bisher noch nie Männer in solchen Hosen gesehen. Immer noch denke ich offensichtlich darüber nach. Ich nehme einen weiteren Schluck und verscheuche die Gedanken aus meinem Kopf. Ich bin zum Tanzen hier.
Mit feuchten Händen kehre ich auf die Tanzfläche zurück. Erleichtert stelle ich fest, dass du dort nicht bist und ich begebe mich wieder in den Rhythmus der Musik. Der DJ ist der selbe wie noch vor wenigen Minuten, doch ich komme nicht mehr richtig rein, etwas in mir blockiert. Ich versuche es mit Springen, doch auch das will mein Körper nicht, er will etwas anderes. Ob die Leute um mich herum sehen können, dass mein Höschen nass ist? Ich fühle die Scham in mir aufsteigen und sehe mich panisch um. Oberhalb des Floors gibt es Galerien und Emporen und ich flüchte mich auf eine, denn dort bin ich allein. Ich will ja nur tanzen und das kann ich auch hier oben. Vor mir ist ein Gestänge und ich halte mich daran fest, wackel mit dem Hintern in der Hoffnung, so wieder trocken zu werden. Ich bin gerade dabei, mich zu entspannen, da trifft mich der Schlag. Dort unten in der tanzenden Menge stehst du und blickst nach oben zur Empore und da bin ich und blicke zurück und kann mich nicht entziehen, wir starren uns an. Oder vielmehr starre ich dich weiterhin an, während du dich längst in Bewegung gesetzt hast und dich zielstrebig näherst. Ich sondiere die Möglichkeiten und stelle fest, dass ich nicht runterkomme, ohne dir direkt in die Arme zu laufen. Vielleicht sollte ich es trotzdem wagen, denn hier oben sitze ich fraglos in der Falle. Doch frag ich mich bloß, ob ich nicht vielleicht gefangen werden möchte?
Das ist absurd, ich wollte ja nur tanzen, denke ich und da bist du auch schon hinter mir und siehe da, du tanzt, also womöglich geht das alles noch ganz harmlos aus hier, ich bin ja schließlich keine Schlampe, da legst du deine Hände an meinen feuchten Arsch und schiebst den Stoff des Latexhöschens in meine Ritze. Du knetest meine entblößten Pobacken und mich durchfährt eine derartige Woge der Lust, dass ich meine, vornüber stürzen zu müssen, wenn dort nicht die Stangen wären. Sie bieten mir Halt und ich kralle mich an ihnen fest, während du mein Höschen nach unten streifst und deinen prallen Schwanz zwischen meine Schenkel schiebst. Ich kann ihn nicht sehen, doch dem Gefühl nach war meine Einschätzung richtig. Er steckt fest zwischen meinen Schenkeln und vorn ragt die Eichel weit hinaus. Du ziehst ihn leicht nach oben, sodass eben diese dicke Eichel jetzt meinen Kitzler berührt und ich stöhne auf vor Verlangen. In kleinen rhythmischen Bewegungen massierst du mir die Klitoris bis ich wimmer und dann endlich rammst du deinen riesigen Schwanz in mich. Unter uns tanzt und feiert die Meute und kurz denke ich noch, dass ich nur zum Tanzen da war und dass mich jetzt alle sehen können, doch dann stellt mein Hirn jegliches Denken ein und gibt meinen Körper völlig den neuen Gegebenheiten hin. Du presst mich an dich wie es dir beliebt und meine Arschbacken klatschen auf deine Lenden im Rhythmus der Musik. Trotz der Lautstärke höre ich dich knurren und stöhnen und auch ich selbst schreie die Geilheit raus. Sie wird ein Teil des Sounds, auf den hier alle feiern. Es ist unglaublich, diese Leute zu sehen, manche angezogen, manche nackt und gleichzeitig einen Schwanz in sich zu spüren, einen fremden Schwanz, und es zu genießen. Würden sie jetzt alle hier hochkommen, ich würde mich von allen ficken lassen.
Der, der mich jetzt fickt, zieht plötzlich den Schwanz raus und ich fühle mich, als hätte mir einer das Himmelreich geklaut. Du fieser Typ drehst mich um, ziehst mir das Top über den Kopf und reißt mir die Sticker von den Nippeln. Du gehst in die Knie, setzt deine Lippen auf meine geschundenen Brustwarzen und fängst an zu saugen. Dein Kopf wandert tiefer und ich spüre, wie Deine Zungenspitze sich meiner Vagina nähert. Die fremde Zunge leckt mich und der fremde Mund trinkt meinen Saft, ich habe das Himmelreich zurück. Dann hebst du fremder Mann mich an und läufst einen Schritt rückwärts, an der Wand steht eine Couch. Ich bin mittlerweile komplett nackt, nur die Schuhe habe ich noch an. Du bist im Grunde noch bekleidet, dein Höschen hat einen Reißverschluss. Du nimmst Platz und setzt mich, splitterfasernackt wie ich bin, auf deinen Schoß. Rhythmisch bewegst du deine Lenden und ich reite dankbar. Wie geil das ist, wie gut das tut. Deine Hände spielen an meinen Brüsten, ich will nie wieder Sticker tragen, nur noch fremde Männerhände und wir treiben es und gurren und keuchen, da sehe ich aus den Augenwinkeln zwei Männer auf die etwas abgesenkte Galerie neben uns treten. Kurz springt etwas an in mir, ein erlernter Reflex, die Scham davor, gesehen zu werden, die Angst, schutzlos zu sein, ausgeliefert. Ich sitze nackt und für alle sichtbar auf einem fremden Mann, lasse mich bumsen und bin im Grunde Freiwild. Doch bevor ich mir überlegen kann, wie ich das jetzt finde, steht der, der mich bumst, wieder auf, trägt mich zu den Stangen und presst mich mit dem Gesicht nach vorn zur Menge dagegen. Du steckst deinen Schwanz nun wieder von hinten rein und fickst mich kräftig und zackig, sodass deine Eier an meine Möse klatschen. Das macht mich so geil, dass ich spüre, wie die Lust in mir unaufhaltsam anschwillt und dem Höhepunkt entgegenstrebt. Als es mich überkommt, entlädst auch du dich und wir stöhnen unsere Ekstase in den Club. Dein Schwanz verweilt tief in mich gepresst und mein Innerstes umschwappt ihn in Wellen. Meine Hände zittern an den Stangen, mir läuft die Spucke aus dem Mundwinkel und ich weiß nicht, wo meine Sachen liegen, was die zwei Typen im Hintergrund machen und ob ich es ertragen werde, wenn dieser Schwanz wieder aus mir rausgezogen wird. Vielleicht könnten wir ja nochmal ficken? Zum Tanzen bin ich offensichtlich jetzt nicht mehr hier.
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